Eine gut gefüllte Adventsdose lebt von Abwechslung: mürbe Klassiker, würzige Lebkuchen, nussige Kipferl und fruchtig gefüllte Plätzchen sprechen ganz unterschiedliche Vorlieben an. Ich zeige, welche Weihnachtskeks-Sorten besonders beliebt sind, wodurch sie sich unterscheiden und wie sich daraus eine ausgewogene Mischung für die Adventszeit zusammenstellen lässt. Dazu kommen praktische Hinweise zu Schwierigkeitsgrad, Haltbarkeit, Backen und Aufbewahrung.
Die passende Mischung für jede Adventsdose
- Mürbteiggebäck wie Ausstechplätzchen und Linzer Augen bildet die vielseitige Basis.
- Vanillekipferl und Zimtsterne bringen nussige, aromatische Noten auf den Teller.
- Lebkuchen und Printen gehören zu den würzigen Klassikern mit regionalem Charakter.
- Für eine ausgewogene Auswahl empfehle ich 4 bis 6 Sorten mit unterschiedlichen Texturen.
- Knusprige und weiche Kekse sollten getrennt gelagert werden, damit sie ihre Konsistenz behalten.

Welche Weihnachtskeks-Sorten gehören zu den Klassikern?
In Deutschland sagt man häufig Plätzchen, in Österreich eher Kekse. Gemeint ist meist kleines, süßes Weihnachtsgebäck, das in der Adventszeit gebacken und in Dosen aufbewahrt wird. Die bekanntesten Varianten lassen sich nach Teig, Aroma und Verarbeitung gut unterscheiden.
| Sorte | Typisch dafür | Passt besonders gut zu |
|---|---|---|
| Ausstechplätzchen | Mürbteig, Formen, Zuckerguss | Familienbacken und Dekoration |
| Linzer Augen | Zarte Doppelkekse mit Marmelade | Fruchtige Adventsteller |
| Vanillekipferl | Nussiger Teig, Staubzucker, Halbmondform | Feine, mürbe Gebäcke |
| Zimtsterne | Mandeln, Zimt und Eiweißglasur | Würzige Sortimente |
| Lebkuchen | Honig, Gewürze und oft Nüsse | Weiche, kräftig aromatische Kekse |
Mürbteiggebäck für unkomplizierte Vielfalt
Ausstechplätzchen sind die wandelbarste Sorte. Der Grundteig lässt sich mit Vanille, Zitronenschale oder Kakao aromatisieren und anschließend mit Schokolade, Zuckerguss oder Nüssen verzieren. Für Kinder ist diese Variante ideal, während Erwachsene bei der Dekoration meist mit weniger Streuseln und mehr Schokolade besser fahren.
Zu den gefüllten Klassikern zählen Linzer Augen, Spitzbuben und Husarenkrapferl. Linzer Augen bestehen aus zwei mürben Keksen mit einem Marmeladenfenster, Spitzbuben werden meist mit Konfitüre zusammengesetzt und Husarenkrapferl erhalten ihre typische Mulde mit Fruchtfüllung. Ich mag diese Gruppe besonders, weil sie trotz ähnlicher Grundlage völlig unterschiedlich wirkt.
Nussige und würzige Gebäcke bringen Tiefe in die Auswahl
Wer nicht nur süße Butteraromen möchte, greift zu Vanillekipferln. Gemahlene Mandeln oder Haselnüsse machen den Teig zart und aromatisch, während Staubzucker und Vanille für das typische Finish sorgen. Der häufigste Fehler ist hier zu langes Backen: Kipferl dürfen hell bleiben, sonst werden sie trocken und brechen beim Wälzen.Zimtsterne gehören zu den kräftigeren Sorten. Der Teig aus Mandeln, Zucker und Eiweiß wird mit Zimt gewürzt und mit einer weißen Glasur versehen. Sie sind etwas anspruchsvoller als einfache Ausstecher, weil die klebrige Masse leicht an der Arbeitsfläche haftet. Zwischen zwei Lagen Backpapier lässt sie sich deutlich sauberer ausrollen.
Lebkuchen, Printen und Makronen
Lebkuchen lebt von Gewürzen wie Zimt, Nelken, Kardamom und Piment. Je nach Rezept wird er weich und saftig oder eher fest und knusprig. Nürnberger Lebkuchen, Aachener Printen und regionale Honigkuchen zeigen, wie unterschiedlich ein scheinbar ähnliches Gebäck schmecken kann.Kokosmakronen und Nussmakronen sind eine gute Wahl, wenn Mehlteig nicht im Mittelpunkt stehen soll. Sie benötigen meist nur wenige Zutaten und sind schnell zubereitet. Ihre Oberfläche wird leicht knusprig, während das Innere weich bleibt, sofern sie nicht zu lange im Ofen bleiben.
Alpenländische Spezialitäten für den festlichen Teller
Für eine Küche mit alpenländischer Note dürfen österreichische und süddeutsche Klassiker nicht fehlen. Vanillekipferl, Linzer Augen und Ischler Törtchen gehören zu den bekanntesten Vertretern. Ischler Törtchen bestehen aus zwei nussigen, mit Marmelade gefüllten Böden und erhalten häufig einen Schokoladenüberzug. Sie sind etwas aufwendiger, wirken auf einer gemischten Platte aber besonders festlich.
Auch Kletzenbrot und Früchtebrot passen in die Adventszeit, obwohl sie eher als kompakte Gebäcke und nicht als klassische Kleinkekse gelten. Trockenfrüchte, Nüsse und Gewürze machen sie aromatisch und sättigend. Dünn aufgeschnitten ergänzen sie eine Keksdose, in der sonst viele leichte Mürbteigsorten liegen.
| Gebäck | Aroma und Textur | Aufwand |
|---|---|---|
| Vanillekipferl | Zart, nussig, mürbe | Mittel |
| Linzer Augen | Mürbe, fruchtig, zart | Mittel |
| Ischler Törtchen | Nussig, fruchtig, schokoladig | Hoch |
| Kletzenbrot | Würzig, fruchtig, kompakt | Mittel bis hoch |
Mein persönlicher Rat ist, nicht fünf ähnliche Mürbteigsorten zu backen. Schon eine zarte, eine knusprige, eine würzige und eine gefüllte Variante erzeugen mehr Abwechslung als ein großer Stapel optisch unterschiedlicher, aber geschmacklich fast gleicher Kekse.
So stellst du ein ausgewogenes Sortiment zusammen
Die beste Auswahl richtet sich danach, wie die Kekse serviert werden. Für eine Kaffeetafel darf das Sortiment feiner und dekorativer sein, während für eine große Familie robuste Sorten gefragt sind, die sich gut aus der Dose nehmen lassen und nicht sofort zerbröseln.
Eine praktische Mischung mit vier Sorten
- Ausstechplätzchen als vielseitige und dekorative Grundlage
- Vanillekipferl für zarte, nussige Aromen
- Zimtsterne oder Lebkuchen für Würze
- Linzer Augen als fruchtige Ergänzung
Wer etwas mehr Zeit hat, ergänzt Kokosmakronen oder Schokoladenplätzchen. Damit kommen eine weichere Konsistenz und ein dunkleres Aroma hinzu. Für Geschenkteller würde ich außerdem auf unterschiedliche Formen und Farben achten, denn das Auge entscheidet bei gemischtem Weihnachtsgebäck fast so schnell wie der Geschmack.
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Welche Sorten eignen sich für Kinder?
Am einfachsten sind Ausstecher, Spritzgebäck und Schokocrossies. Kinder können ausstechen, verzieren oder Cornflakes mit Schokolade mischen, ohne dass der Teig millimetergenau verarbeitet werden muss. Bei komplizierten Kipferln oder empfindlichen Makronen steigt dagegen der Frust, wenn die Form beim Backen verloren geht.
Backen und Aufbewahren ohne trockene Kekse
Bei den meisten Mürbteigsorten liegt die passende Backtemperatur zwischen 160 und 180 Grad Celsius, abhängig von Rezept, Blech und Ofen. Ich verlasse mich nicht allein auf die Minutenangabe, sondern prüfe ab der angegebenen Mindestzeit die Ränder. Helle Kekse bleiben meist zarter, während stark gebräunte Plätzchen schnell hart werden.
Der Teig profitiert oft von einer Ruhezeit im Kühlschrank. 30 bis 60 Minuten reichen bei klassischem Mürbteig meist aus, damit die Butter wieder fest wird und die Plätzchen beim Backen weniger verlaufen. Zu langes Kneten erwärmt den Teig und kann das Gebäck unnötig fest machen.
Für die Lagerung eignen sich gut schließende Blechdosen an einem kühlen, trockenen Ort. Weiche Lebkuchen dürfen nicht gemeinsam mit knusprigem Spritzgebäck liegen, weil die Feuchtigkeit wandert. Gefüllte Kekse schmecken oft nach ein bis zwei Tagen besser, während sehr mürbe Sorten ihre beste Konsistenz meist in den ersten zwei bis drei Wochen haben.- Sorten mit starkem Aroma, etwa Anis oder Zimt, getrennt aufbewahren.
- Zwischen empfindliche Kekse Lagen aus Backpapier legen.
- Glasuren vollständig trocknen lassen, bevor die Dose geschlossen wird.
- Keine warme Backware stapeln, sonst entsteht Kondenswasser.
Mit wenigen Sorten entsteht ein überzeugender Weihnachtsteller
Wer verschiedene Weihnachtskekse auswählt, muss keine zehn Sorten herstellen. Eine Mischung aus Mürbteig, Nüssen, Gewürzen und Frucht deckt die wichtigsten Geschmacksrichtungen ab und bleibt beim Backen überschaubar.
Für mich macht nicht die längste Zutatenliste den besten Adventsteller aus, sondern der Kontrast zwischen zartem Kipferl, knusprigem Ausstecher, würzigem Lebkuchen und gefülltem Plätzchen. Genau diese Mischung verbindet traditionelle Mehlspeisen mit einem festlichen, persönlichen Charakter.